Stolperstein: Entweder man lebt,


…oder man ist konsequent. (Erich Kästner)

Ich wundere mich immer wieder sehr.

Konsequenzen werden als eine sehr wichtige Sache im Umgang mit Kindern angesehen. Aber meinen die Erwachsenen wirklich Konsequenz? Oft handelt es sich bei genauer Betrachtung vielmehr um Regeln, oder wenn diese nicht eingehalten werden, um Strafen, welche beide, als Konsequenz getarnt, angewendet werden. Erste sind immer von der regierenden Macht abhängig, somit sehr subjektiv und dadurch zu hinterfragen. Zweite sind selten bis nie erfolgversprechend.

Echte Konsequenzen hingegen werden Kindern oft vorenthalten. Statt beispielsweise auf die Souveränität und angemessene Reaktion einer kompetenten Katze zu vertrauen, wird ein kleiner Grobian mit Erklärungen, Verboten und Befehlen überhäuft. Viele Erlebnisse werden verhindert, als handle es sich um lebensbedrohliche Situationen.

Ebenso eigenartig ist, dass die Erwachsenen zwar Konsequenzen im Umgang mit Kindern für essentiell halten, selber aber überhaupt nicht konsequent sind. Noch ein bisschen Schokolade zum Kaffee? Zehn Minuten länger im Bett liegen bleiben? Heute mal aufs Staubsaugen/Aufräumen/Abschminken/Schuhe ausziehen/…(bitte beliebige Tätigkeit einfügen) verzichten? Noch ein wenig länger als geplant fremde Blogs besuchen? Bitte sehr. Ja, gerne. Nur heute. Nur jetzt. Und wir leben alle hervorragend damit. Inkonsequenz begleitet und auf Schritt und Tritt. Und tut uns meistens sehr gut.

Viel Spass Euch und Euren Kindern. Das Leben ist schön. Geniesst es und Euch!

(Wie es der Name schon sagt: Unter dem Label „Stolperstein“ notiere ich Gedanken, Ungereimtheiten und Überlegungen, welche meinen Weg kreuzen und mich kurz oder etwas länger beschäftigen.)

3 Kommentare zu „Stolperstein: Entweder man lebt,“

  1. ausnahmen bestätigen die regel 😉 – lassen wir doch bitteschön unsere kinder einfach kinder sein, mit asllem was dazugehört. aus dem bauch raus. und naturgemäß. wie sollen sie denn sonst einmal eigenständige erwachsene werden, wenn wir ihnen das rauben, was sie erst zu solchen werden lässt?
    liebe grüße
    dania

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