Der König und sein Hofstaat

Ist er nicht wunderschön? Ja, ich gebe es zu, ich bin hin und weg von unserm „Güggel“. Zwar stehen ihm die Damen in fast nichts nach, aber seine imposante Erscheinung zieht mich total in seinen Bann. Und nicht nur mich. Der heutige sonnige Sonntag hat sehr viele Spaziergänger in die Natur und damit auch auf den Spazierweg vor unserm Haus gelockt. Nie vorher wurde ich so oft angesprochen. Es hat mich berührt, dass Hühner, welche noch vor wenigen Jahrzehnten an jeder Ecke anzutreffen waren, derartige Begeisterung auszulösen vermögen.

Nach zwei Tagen als Hühnerhalterin staune ich über die sanften Geräusche der Tiere. Ihr Verhalten ist mir zwar noch ziemlich verschlüsselt, aber sehr sympathisch. Das Krähen des Hahns ist wunderbar auszuhalten und die Eier der Damen haben bei der ersten Verkostung Zuspruch gefunden. Ich hoffe sehr, dass die Tiere nicht in den Fokus von Raubtieren gelangen und wir sie genügend schützen können, damit ihnen ein langes Leben gegeben ist.

Ganz kurz möchte ich für alle Interessierten doch noch kurz zeigen, wie unser Stallbauprojekt seine Vollendung gefunden hat.

Der Schieber wird elektronisch betrieben. So müssen wir (nach einer Einwärm- und Vertrauensaufbauphase) nicht mehr allabendlich minutengenau zuhause sein. Ein Kontrollgang morgens und abends wird aber natürlich immer nötig sein.

Das Plexiglas am Fenster lässt sich einfach wieder abschrauben und im Sommer durch einen feinen Maschendraht ersetzen, sollte sich dies fürs Stallklima als zweckdienlich erweisen.

Unter den Sitzstangen liegen lose zwei Hart-PVC-Platten. Diese lassen sich einfach abschaben, auch ein gelegentlichen Herausnehmen und Abspritzen mit dem Hochdruckreiniger ist kein Problem. Auch die Sitzstangen sind nur eingeklemmt, damit man sie herausnehmen und reinigen oder ggf. sogar ersetzen kann (bei Milbenbefall). Ebenfalls aus milbenprophylaktischen Gründen sind alle Fugen des Stalls abgedichtet worden. So haben die Parasiten weniger Rückzugsorte und können besser in Schach gehalten werden.

Die unbehandelte Latte im Vordergrund ist nur eingesteckt. So hält sie Sägemehl und Stroh im Stall, kann aber bei gründlicher Reinigung schnell entfernt werden, damit man das ganze verschmutzte Material einfach herauswischen kann.

Noch unsicher sind wir in Bezug auf Wasser und Futter. Trotz grosszügigsten Berechnungen wird es recht eng im Stall. Vielleicht werden wir das Krümel-Futter (im gelben Behälter) und den Quarzgrit/Muschelkalk vor resp. unter der Hütte platzieren und im Stall nur Wasser und Körner anbieten. Auch werden wir wahrscheinlich die beiden Sitzstangen auf gleicher Höhe montieren. Empfohlen wird es zwar wie oben abgebildet, damit die Hühner ihre Hierarchien „pflegen“ können. Aber unsere vier Tiere sitzen jetzt eng zusammengekuschelt, der Hahn mitten unter ihnen, auf einer Stange.

Ob sich der Stall im Alltag bewährt, vermag ich jetzt natürlich noch nicht zu sagen. Wir werden sehen.

3 Kommentare zu „Der König und sein Hofstaat“

  1. wie recht du hast! als wir unser haus vor fast 20 jahren hier fast mitten im dorf gebaut haben, hatten noch zwei nachbarn hühner und ich hab sie geliebt. dieses leise gackern ist einfach so unendlich gemütlich und beruhigend und die hähne (wir hatten vier davon direkt neben unserem garten) haben mich mit ihrem lauten gekräh nicht gestört, das gehörte einfach dazu. inzwischen sind die alten hühnerhalter verstorben, die jungen wollen oder können nicht mehr. so schade! jetzt besuche ich immer einen kleinen hühnerhof im nachbardorf, der von einem alten mann noch liebevoll bewirtschaftet wird. wie lange noch?
    leider kann ich selbst aus unterschiedlichen gründen keine hühner halten. deshalb freu ich mich umsomehr über die deinen! und der herr hahn ist wirklich eine schönheit, die damen aber auch!
    herzlichen gruß von mano

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  2. Oh Ja! Der ist schön! Ein echter König, fast wie in einem Hermelinfell….!
    Euer Stall ist toll! Ich werde bei Gelegenheit noch mal auf dich zukommen, diesbezüglich…
    Unsere kriegen ihr Futter immer draussen. Wasser auch. Denn eigentlich gehen sie nur zum Schlafen und Eier legen hinein. Ausser bei Tiefschnee oder Habichtangst. Als sie deshalb ein paar Wochen ihren Stall nicht verlassen wollten, habe ich sie natürlich drinnen gefüttert und Wasser gereicht.
    Ja, unsere Hühner sind auch immer ein Stehenbleibgrund für Spaziergänger. Und…. es ist ansteckend. Nach uns haben ganz viele selber Hühner angeschafft. Hühnerliebe. Liebe Grüsse!

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