Erinnerungen zum Anfassen

Welche Bloggerin kennt es nicht: Mit Einzug der Digitalkamera haben sich tausende Bilder auf unseren Rechnern oder externen Festplatten angesammelt, persönliche Schätze von grossem emotionalen Wert, welche aber selten bis nie angeschaut werden. Allein schon, weil die Archivierung der Betrachtung nicht entgegen kommt, existieren doch von jedem Moment, den man festhaltenswert hielt, Dutzende von Bildern.

Gerade das Führen einer „Familienchronik“, also eines klassischen Fotoalbums, wie ich es als Kind daheim jeweils fasziniert studiert habe und welches bis heute nichts von seinem Reiz eingebüsst hat, scheint ausser Mode gekommen zu sein. Aber ich wollte das auch haben! Für mich. Und für meine Familie. Aber wie anstellen? Allein schon der Gedanke an die Datenmengen liess mich erschaudern…

Digital erstellte Fotobücher mag ich nicht. Die Qualität lässt zu wünschen übrig, sie sind unglaublich teuer und die angebotenen Softwareprogramme sind unhandlich und unübersichtlich. Einkleben mit Fotoecken ist auch nicht meins. So gut kenne ich mich, da komme ich über die ersten fünf Seiten nicht hinaus. Und altbacken finde ich es zudem auch noch. Einstecktaschen finde ich super, die sind schlicht und praktisch. Aber bis anhin fand ich nur solche für herkömmliche Ordner. Und da standen dann jeweils 4 Fotos pro Seite kopf, weil ich mehrheitlich Querformat-Bilder (ein grandioses Filmchen zu diesem Thema hier) schiesse. Nicht schön, und somit auch keine Option.
Soulemama rettete mich, indem sie vor einigen Wochen ihr Fotoalbum-System vorstellte. Ich war hingerissen. Und der Rest ist schnell erzählt: Probeabzüge, Sichttaschen und Album bestellt und für gut befunden, anschliessend rund 600 Fotos (Best-of-Auswahl der letzten fünf Jahre) drucken lassen und sortiert, geordnet, arrangiert, reduziert,… Bei dieser Gelegenheit habe ich auch meine Art, Bilder abzulegen überdacht und mich für einen praktischeren Neuanfang entschieden, zudem die Festplatte „geputzt“, externe HDs geordnet und sauber beschriftet,…

Und jetzt bin ich glücklich! Immer wieder blättere ich durch die Seiten, welche meine Liebsten und die grossen Veränderungen der letzten Jahre zeigen. Berührt und dankbar für alles, was die Bilder zeigen. Und stolz über meine Entscheidung zu einem System und die rasche und komplette Umsetzung meines Plans.

8 Kommentare zu „Erinnerungen zum Anfassen“

  1. Hast du die aus den USA bestellt? Ich habe gerade mal geguckt….sie sind ja wirklich schön und praktisch und ich kriege auch gleich Lust zu sortieren…die letzten äääh, 10 Jahre….aber gefunden habe ich sie nicht wirklich, verrätst du mir, wo du sie her hast? Liebe Grüsse!

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  2. natürlich, gerne: scrapbook-werkstatt.de
    soulemama nimmt ja mäppchen und ordner von zwei verschiedenen anbietern. ich habe das nun einfach mal identisch übernommen. es dünkt mich jedoch, der ordner sei ein millimeterchen oder so zu kurz oben. vielleicht sollte man sich da doch besser innerhalb einer marke bewegen.
    ich war wirklich erstaunt, wie schnell ich dieses projekt geschafft habe. am schwierigsten war es, die gelieferten fotostapel in die richtige chronologische reihenfolge zu bringen. das „puzzeln“ beim einordnen hingegen machte mir grossen spass. vorteil bei lange zurückliegenden ereignissen/bildern: man wählt rigoros nur die besten aus. je jünger, je schwieriger.
    ich wünsch dir viel spass beim sortieren!

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  3. Wow, das sieht ja wirklich toll aus! Schon lange bin ich auf der Suche nach einem guten System um die letzten fünf Jahre 'abzulegen' – dieses erscheint mir wirklich gut. Noch dazu sieht es hübsch aus. 🙂
    Für Fotoalben fehlt mir ein wenig die Geduld, doch damit sollte es klappen – ich schaue mich gleich mal auf der Seite um. 🙂

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  4. Hm, ich habe einen Pack mit 50 Seiten bestellt. Alle sind im Buch, jedoch noch nicht ganz alle mit Bildern bestückt. Ich glaube aber, auch gefüllt mag das Album die 50 Taschen „schlucken“. Das wären dann pro Album also: 600 Fotos! (12 pro Tasche, da Vorder- und Rückseite).
    Es lohnt sich auch, Fotos grosszügig zu bestellen, damit man beim Einordnen etwas Spielraum hat und z.B. „Themendoppelseiten“ machen kann.

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