Bei dir piept’s wohl

Die Welt ist um ein Lebewesen reicher. Unser erstes Küken ist heute morgen geschlüpft. Wir sind hingerissen.

Es ist und bleibt unbegreiflich, dass so etwas Wunderhübsches aus einem Ei schlüpfen kann. Aus einem Ei, welches nur 21 Tage vorher für Spiegelei, Kuchenteig oder ähnliches hätte verwendet werden können. Es hat nur noch ein bisschen Zeit, Wärme, das richtige Klima und ein klein wenig Bewegung benötigt. Unheimlich ist das.

Die in der Aufzucht unerfahrene Henne zeigt (bis jetzt jedenfalls) instinktiv sicheres, souveränes Verhalten. Sie beschützt das Kleine, hat ihm bereits gezeigt, wie man Futter pickt, hält es warm, reagiert zuverlässig auf sein Rufen und sitzt weiterhin stoisch auf ihrem Gelege. Grandios.
Bauliche Massnahme: Obwohl das Hühnervolk die Henne während der letzten Woche in Ruhe gelassen hat, haben wir heute den linken unteren Viertel des Stalls mit Kaninchendraht provisorisch abgetrennt und der Glucke und ihrem Küken eine Privatsuite geschaffen. So ist die Henne ungestört, das Kükenfutter wird nicht ständig von den Nutzniessern weggeputzt, die Kleinen können nicht verloren gehen und sind die ersten Tage vor Unvorsichtigkeiten oder gar Attacken geschützt. Die Glucke kann dadurch (bei natürlich normalerweise geschlossenen Türflügeln) den Stall nicht verlassen. Aber das tut sie sowieso nur, wenn man sie aus dem Nest hebt. Und dafür sorgen wir schon, schliesslich ist das Geschehen im Hühnerstall die Attraktion dieser Tage. 
Ob morgen bereits ein zweites Küken den Weg ans Tageslicht geschafft hat?

6 Kommentare zu „Bei dir piept’s wohl“

  1. Hallo Frau Krähe, bin hier zufällig reingefllattert…schön haben´s (nicht nur) die Hühner bei Euch…habe „unserer“ (zugelaufenen) Henne gerade ein Haus gebaut, damit sie dort mit ihrem Nachwuchs-noch sitzen wir auf 11 Eiern- einziehen kann…nun zwei Fragen an die Bauherrin- warum habt ihr zwei unterschiedlich hohe Schlafstangen? Und was ist das für eine tolle automatische Tür?? Herzliche Federviehgrüße aus La Palma, Anu

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  2. Liebe Anu.
    Zu deinen Fragen:
    Wir haben gelesen, dass Hühner in Hierarchieordnung sitzen, die hochrangigen oben, die tieferstehenden unten. Und dem solle man mit unterschiedlichen Stangen Rechnung tragen, um Unstimmigkeiten in der Gruppe zu verhindern. Es gibt aber auch Literatur, welche genau deswegen nur Stangen auf einer Höhe empfiehlt. Und dann gibt es Hühner wie unsere, welche sich alle auf einer Stange (der hohen) zusammenkuscheln und die andere links liegen lassen.
    Das nennt sich elektronischer oder automatischer Pförtner. Läuft mit Strom oder Batterien und funktioniert mit Dämmerungssensor oder Zeitschaltuhr. Wir haben Zeitschaltuhr. Nachteil: Man muss im Frühjahr mit den längerwerdenden Tagen den Schliesszeitpunkt ab und zu nachstellen, damit die Tiere nicht ausgesperrt werden. Dafür keine Fehlfunktion wegen Kunstlicht, Gewitter (Blitz) o.ä.
    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
    Liebe Grüsse und viel Glück eurer Henne!

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