Wie du deinen Clan findest

Der Wunsch

Seit letzter Woche grübelst du darüber nach, wie du deinen Clan finden könntest. Du möchtest unter Gleichgesinnten leben, Unterstützung erfahren, deinem Kind das Leben in einer Gemeinschaft ermöglichen, wo es gut aufgehoben ist. Du spürst, dass du mit einem Clan im Rücken weniger frustriert, genervt und ungeduldig wärst. Wie also beginnen?

gründen statt finden

Ein wenig habe ich es bereits letzte Woche angetönt. Du musst auch geben, um nehmen zu können. Idealerweise aber Dinge (oder Zeit), welche dir nicht noch mehr Arbeit aufbürden. Bleibe locker und offen, dein Clan kann aus Leuten bestehen, welche dir auf den ersten Blick nicht sonderlich nahe stehen. Ein kleiner Schwatz mit der alten Dame am Ende der Strasse an ihrem Gartenzaun schenkt dir eine Vertraute mehr. Sie ist es vielleicht, die dich irgendwann in der Zukunft anruft, weil dein Kind von einem unbekannten Mann entführt wird (bei dem es sich dann aber nur um deinen Bruder handelt, der bei euch zu Besuch ist und mit dem Kind zum Spielplatz wackelt). Der Clan denkt mit, hilft aus, passt auf,… Ein Clan umfasst im Idealfall Nachbarn, Verwandte, Familien, Kinderlose, Alte, Junge, Durchschnittstypen und schräge Vögel, Handwerkerinnen und Intellektuelle und vieles mehr. Löse dich für den Anfang von der Idee, dass ihr alle gemeinsam um ein Lagerfeuer herum sitzen werdet und eure Lebensziele synchronisiert. Verstehe den Clan einfach als dein Netzwerk. Es müssen sich nicht alle Beteiligten kennen, es müssen nicht alle mit der Clan-Philosophie explizit vertraut sein. Ändere deine Gedanken: Du musst nicht deinen Clan finden. Du musst deinen Clan gründen. Es fängt bei dir an. Werde aktiv. Am besten noch heute.

Die Müttergruppe

alleine sein ist nicht artgerecht

Besonders eingehen möchte ich nun aber auf die besondere Form der Müttergruppe (oder Vätergruppe oder Elterngruppe). Als Mutter die meiste Zeit des Tages allein zuhause zu sein und für eines oder mehrere Kinder zu sorgen, ist nicht artgerecht. Wer immer sich beispielsweise wie ich schon dabei ertappt hat, sein süsses Baby genervt anzuschnauzen oder seinem Kleinkind fiese Kommentare zukommen zu lassen und sich dabei nicht wiedererkennt, dem sei gesagt, dass diese „Aussetzer“ ganz normal sind, wenn man in einer solch widernatürlichen Lebensform feststeckt.

Die Artgerecht-Projekt-Gründerinnen empfehlen die Müttergruppe als Ort des Austauschs, als gegenseitig Entlastung, als emotionale und tatkräftige Unterstützung. Die Idee ist, dass Mütter sich bewusst zusammenschliessen, um den Alltag zufriedenstellender, eben artgerechter gestalten zu können. Noch einmal: Die Müttergruppe wird vom Clangedanken getragen, ist aber im Idealfall nur eine Untergruppe. Aber eine sehr wichtige.

gemeinsam gehts besser

Die Empfehlung: Rund vier Mütter von Säuglingen schliessen sich zusammen, ähnliche Werte-/Erziehungsvorstellungen sind sinnvoll, absolute Übereinstimmung ist jedoch nicht nötig. Es geht schliesslich nicht darum, gemeinsam die Kinder zu erziehen, sondern einfach füreinander da zu sein. In der ganzen Unterschiedlichkeit und trotzdem voller Respekt. Idealerweise leben sie im selben Quartier, Stadtteil, Dorf. Sie treffen sich reihum, also während vier Wochentagen, beieinander zuhause. Dort kann dann z.B. die „Hausherrin“ all die Dinge erledigen, welche mit Baby kaum möglich oder mindestens umständlich sind, während die anderen Frauen die Babys betreuen und vielleicht nebenher noch einen Stapel Wäsche zusammenfalten, Kinderzimmer-Kleinkram sortieren oder ein bisschen Unkraut jäten. Was immer hat gerade der betroffenen Frau Entlastung bringt. Oder die vier Frauen putzen gemeinsam die Fenster. Oder kochen/backen gemeinsam. Oder bringen zur Sprache, was sie beschäftigt. Die Kinder hat man nebenher im Auge, und wann immer eines die Mama benötigt, kann diese die Arbeit unterbrechen. Der Möglichkeiten sind viele. Entscheidend ist, dass die „Gastgeberin“ die anderen Frauen nicht als Besuch wahrnimmt und vorher keinesfalls alleine die Wohnung putzt. Wenn geputzt wird, dann miteinander. Oder gar nicht. Gemeinsam gehts einfach leichter. Und weil die Frauen sich gegenseitig reihum unterstützen, ist es auch einfacher, die Hilfe anzunehmen. Die Kinder profitieren von ihren entspannteren Müttern, den anderen Kindern und lernen nebenbei neue Orte und Menschen kennen, auf welche sie sich vertrauensvoll einlassen können (der sichere Hafen „Mama“ ist ja schliesslich immer ganz in der Nähe).

Gruppengrösse und verbindliche Termine

Es bewährt sich, nicht zu kleine Gruppen zu machen, da sonst bei kurzfristigen Ausfällen einer Familie (Krankheit, Termine, Wegzug,…) immer gleich die ganze Gruppe zusammenbricht. Ebenfalls ungünstig sind zu grosse Gruppen, da dies platzmässig und logistisch schwierig werden kann. Gerade auch kleine Babys sind von zu vielen Menschen schnell überfordert.

Ebenfalls wichtig ist es, grundsätzlich fixe Termine zu wählen (auch nur ein- oder zweimal wöchentlich ist natürlich möglich), sonst ist der Spass vorbei, bevor er richtig angefangen hat. Wenn man jedesmal über ein neues Datum diskutieren muss, empfinden alle Teilnehmerinnen die Treffen schnell als mühsamen Zusatzaufwand.

Wo sind die tollen Frauen?

Wie findet man die anderen Frauen? Vielleicht hast du bereits in der Schwangerschaftsvorbereitung, dem Rückbildung-Yoga, dem Babymassagekurs etc. Mütter kennengelernt, welche du gerne näher kennenlernen würdest. Nicht zögern, einfach ansprechen! Oder du bist noch ein bisschen mutiger und quatschst die sympathische Mutter im Supermarkt oder auf dem Spielplatz an. Bedenke: Wenn es nicht passt, merkt ihr das schnell, jeder Clan ist dynamisch. Ebenfalls gibt es „Orte“, wo du tendenziell „clan-affine“ Menschen triffst: z.B. in Piklerkursen, an PEKIP-Treffen, aber auch in genossenschaftlich organisierten Strukturen und überall, wo Leute versuchen, mehr im Einklang mit der Natur zu leben (beispielsweise in Wildnisschulen).

Eine kleine Bemerkung, wenn du um klassische Elternplätze einen Bogen machst: Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, fürchtete ich mich etwas vor der Vorstellung, mich nur noch mit Müttern abgeben zu können, welche mir aber mit ihren Werten, Lebensentwürfen etc. total fremd wären. „Diese Mütter, die überleb ich nicht!“, klagte ich meiner kinderlosen Freundin. Sie entgegnete lapidar: „Ja ja ja, nur unsympathische, dumme, langweilige Frauen kriegen Kinder.“ Damit holte sie mich zurück auf den Boden der Realität. Überall gibt es Menschen, mit welchen man gerne zusammen ist. Sie zu finden ist nicht immer ganz einfach. Aber durchaus möglich.

Sonderfall Schweiz

Die oben ausgeführte Form der Müttergruppe wird von den Gründerinnen des Artgerecht-Projektes vorgeschlagen. Als Deutsche leben sie in der Situation, dass Mütter von Babys meist rund ein Jahr Elternzeit nehmen. Da macht dieses Setting Sinn.

In der Schweiz ist es aber ganz anders: Nach den 16 Wochen bezahltem Mutterschaftsurlaub steigen viele Frauen wieder in den Beruf ein. Während dieser 16 Wochen ist eine entsprechende Vernetzung meist noch nicht dringend nötig. Nach der Geburt muss sich die neue Familienkonstellation erstmal einpendeln, das kleine Menschlein will kennengelernt werden. Gerade wenn eine Frau weiss, dass sie nach diesen 16 Wochen wieder arbeiten wird, kann sie die Tage daheim geniessen, es bleibt ihr kaum Zeit für den Aufbau eines Mütternetzes. Dass auch sie als Mutter andere Mütter benötigt, schwant ihr erst viel später.

Natürlich gibt es auch hier Mütter, welche sich mit Geburt ihres ersten Kindes aus dem Berufsleben zurückziehen. Für sie könnte die vorgeschlagene Form allenfalls Sinn machen.

Berufstätigkeit und grössere Kinder

Wenn sich aber Mütter zusammenschliessen möchten, welche noch berufstätig sind, wird es komplizierter: Es ist logistisch wohl nicht möglich, sich während vier Wochentagen reihum zu besuchen und zu unterstützen, da ja alle an unterschiedlichen Wochentagen arbeiten.

Ebenfalls verändert sich die Situation, wenn bereits ältere Kinder zu betreuen sind. Vier Sechsjährige, mehrere kleinere Kinder und dazu noch deren Mütter in eine Vierzimmerwohnung sperren? Viel Spass, sag ich da nur…

Meine massgeschneiderte, persönliche Lösung

Weil die vorgeschlagene Variante für meine Bedürfnisse nicht praktikabel war, pröbelte ich so lange herum, bis ich eine andere Form gefunden hatte, welche zu unserer aktuellen Lebenssituation passt:

ein Treffpunkt in der Natur

Ich habe initiiert, dass unser Grundstück (welches ziemlich gross und abwechslungsreich ist) jeden Mittwochnachmittag (in der Schweiz unterrichtsfrei) Kindern und Eltern offensteht. Die Kinder können im Sand buddeln, den Bach stauen, ein Feuer machen, über den Baumstamm ans andere Bachufer balancieren, Hühnereier einsammeln, die Schafe füttern und vieles mehr. Je nach Zusammensetzung der Gäste bietet sich eine Expedition in den nahen Wald oder in die Weinberge an. Es wird aber nicht ein superpädagogisches Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Null Vorbereitung. Vielleicht schneide ich bei Bedarf die Brennnesseln beim Hühnerstall etwas zurück oder füttere vorrangig extra die Tiere nicht, damit ich diesen Job an die Kinder übertragen kann. Das ist aber alles. Wenn es bei dir zuhause ebenfalls genügend Platz für viele Leute hat: ok. Wenn nicht, könnt ihr euch auch in einem Park, an einer Picknickstelle oder anderswo verabreden. Sinnvoll finde ich die Abmachung, dass man prinzipiell draussen ist. Das tut allen gut, ist immer ein Erlebnis und niemand muss „Gastgeber spielen“. Es kann auch nicht geschehen, dass plötzlich zu viele Erwachsene und Kinder eine Wohnung „sprengen“. Auf den Wert der Natur werde ich in einem späteren Post noch genauer eingehen. Denn die Natur ist viel mehr als nur ein praktischer Aufenthaltsort.

die gemischtaltrige Kindergruppe

Ich bin begeisterte Befürworterin der gemischtaltrigen Kindergruppe. Es gibt wohl nichts, was Kinder optimaler fördert und fordert, sie glücklich macht und ansonsten von der Gesellschaft und den Bildungseinrichtungen kaum mehr geboten wird. Ich werde im Post von nächster Woche noch näher auf dieses Thema eingehen. Dann werde ich auch erläutern, welche Effekte solche Gruppen auf Kinder haben können.

grosse Gruppe

Grössere Kinder können eine buntere Gruppe verkraften. Es sind dann auch mehr Leute für eine regelmässige Durchführung nötig, da es bei grösseren Kindern und berufstätigen Eltern immer wieder Verhinderungen gibt. Deshalb gehören viel mehr Familien zu meiner Gruppe. Aus logistischen Gründen verzichten wir deshalb auch auf eine Rotation.

alle Varianten sind toll

Da immer nur einige Mütter mit ihren Kindern die Gelegenheit eines Treffens nutzen können/wollen, ergeben sich jeden Mittwoch leicht unterschiedliche, aber immer sehr schöne Zusammensetzungen. Mal dominieren die grossen Kinder, mal ergibt sich eher ein Babytreff. Manchmal rotten sich mehr als zehn Kinder zusammen und erfinden die tollsten Spiele, während unterschiedlichste Frauen miteinander ins Gespräch kommen. Manchmal kommt nur eine Frau mit ihrem Kind vorbei. Dann können wir uns sehr persönlich und gemütlich austauschen, ein wenig entspannen und eine schöne Zeit mit unseren Kindern verbringen. Beide Varianten und alle Zwischenschritte geniesse ich sehr. Ausdrücklich können neue Familien von allen Clanmitgliedern eingeladen/mitgebracht werden. Ich vertraue auf die natürliche Regulation. Wer nicht in die Gruppe passt, fühlt sich nicht wohl und fasst nicht Fuss. Und wer ähnlich tickt, bleibt gerne, kommt wieder und wird wertvolles Mitglied des Clans.

Wie man Clanmitglieder vergrault

Ein kleiner Tipp am Rande: Da bei mir der Wunsch nach einem Clan gross war und ich alles zig-mal vor- und rückwärts durchdacht hatte, überforderte ich wohl tendenziell die Frauen, welche ich zu Beginn einlud. Ich erklärte ihnen meine Idee en détail, betonte, dass sie auch mitgestalten dürften, schwärmte vom Clanleben der Ureinwohner und den Möglichkeiten eines über Jahre gewachsenen Clans. Da muss man es ja mit der Angst kriegen! Heute erkläre ich nicht mehr viel. „Kommt doch mal am Mittwoch bei uns vorbei wenn ihr mögt, wir sind immer da, die Kinder spielen und wir Erwachsenen haben lustige Ideen oder hängen etwas ab. Gummistiefel und Ersatzkleidung mitbringen.“ Punkt. Fertig. Das genügt völlig. Alles andere ergibt sich dann von selbst.

persönlichen Schwerpunkt setzen

Was bei diesem Setting fehlt, ist die Unterstützung in Form von tatkräftiger Mithilfe im Haushalt. Mich stört das aber nicht, ich schätze den Austausch mit den Müttern und das Beobachten meiner Kinder in dieser besonderen Gruppe. Da für mich kein nennenswerter Mehraufwand entsteht (da wir ja draussen sind), ist der Nachmittag überhaupt nicht mit Stress verbunden.

Die Tatsache, dass es sich dafür um einen institutionalisierten Feld-Wald-Wiesen-Nachmittag handelt, ist hingegen für mich ein deutliches Plus zur vorgeschlagenen Müttergruppen-Form. Das ist gesund, einfach und in vielerlei Hinsicht optimal. Draussen zu sein macht einfach glücklich.

die Fakten

Hier noch einmal unsere harten Fakten:
-Anmeldung per SMS bis 10 Uhr vormittags.
-Wir sind grundsätzlich draussen. Klo, Wickeltisch, Küche etc. darf man aber natürlich wann immer nötig benutzen.
-Die Kinder bringen ihre eigenen Wasserflaschen mit (das ist einfacher als wenn unzählige Becher im Garten rumstehen).
-Ich stelle einen einfachen Zvieri zu Verfügung (z.B. Äpfel), meist entsteht aber ein lustiges Buffet aus mitgebrachten Zwischenverpflegungen unterschiedlichster Art.
-Wer jemanden mitbringen möchte, darf dies gerne tun (die Gruppe darf wachsen).

Ich schreibe es dir ehrlich, am Anfang zweifelte ich, ob ich dann nicht jeden Mittwoch wie gehabt alleine zuhause rumsitze. Mittlerweile darf ich aber sagen, dass die Rückmeldungen eindeutig sind. Diese Nachmittage werden, so unspektakulär sie sind, von den Kindern und den Müttern als echte Bereicherung wahrgenommen.

Diese Form stimmt im Moment für uns. Es kann sein, dass in einem halben Jahr schon wieder alles anders aussieht. Man könnte auch gegenseitig für einander kochen. Oder die Samstag-Vormittage zusammen mit Vätern und Grosseltern gestalten. Zusammen Ausflüge machen. Für einander Kuchen backen… Probiere aus, worauf du Lust hast und gib nicht gleich auf, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Es lohnt sich auf jeden Fall!

In den Kommentaren zu meinem letzten Post findet sich der Link zu einer Website, welche der Vernetzung dient. Vielleicht ist das etwas für dich?

ein persönliches Wort

Ich bin überwältigt von der Resonanz auf meinen ersten Beitrag, welchen ich für „mein clan“ geschrieben habe. Vielen Dank fürs Lesen und Teilen! Ich freue mich sehr, für dich weiterzuschreiben. Geplant ist fürs Erste ein wöchentlicher Post.

Ich hoffe, dass du wieder hier liest, wenn ich in rund einer Woche meine Gedanken über die Kinder und deren Clanerfahrungen veröffentliche.

5 Kommentare zu „Wie du deinen Clan findest“

  1. Eine tolle Sache. Nachdem mein „Clan“ innerhalb von nur zwei Jahren um zwei sehr wichtige Mitglieder mit unersetzlichen Funktionen (meine Eltern und gleichzeitig Großeltern für meinen Sohn) geschrumpft ist, spüre ich als Alleinerziehende immer mehr, wie schwierig das ist, so ohne netz udn doppelten Boden. o es früher nie ein problem war, mal spontan wegzugfahren, weil immer jemand die Katzen gefüttert, den briefkasten geleert, ein Auto aus der Werkstatt geholt oder den Sohn gesittet hat, klafft jetzt ein großes Loch. Wenn man sich schwer tut im Kontakte knüpfen und die Kinder schon deutlich größer sind, dann wird das mit der Clanbildung deutlich schwieriger, habe ich festgestellt. Die früheren Freunde, die kinderlos geblieben sind, haben strukturell völlig andere Clans mit anderen Interessen und sind dazu oft inzwischen sehr eingleisig, was Gewohnheiten und Offenheit angeht.
    Im Urlaub in Tirol habe ich grade beobachtet, wie super das mit den Clans in abgelegeneren gegenden klappt. Einmal halten dei Familien viel stärker zusammen und dann ist da auch die höfeübergreifende Unterstützung sehr groß. Da hütet eine großmutter die Kleinkinder von drei Höfen, da holt die eine beim anderen Eier, der holt beim dritten die Milch, der leiht dem den Trekker und wenn das Dach gedeckt oder das Heu eingefahren werden muss, dann helfen alle zusammen. Das war für mich, die ich, aus der Verschlossenheit und Anonymität einer Großstatt komme, sehr berührend und wunderbar.
    Würde ich in der Nähe wohnen, ich würde gerne mittwochs dazukommen auf die Wiese – trotz Riesenbaby. 😉
    Herzlich, Katja
    (… die hofft, trotzdem noch was über Hühner, Schafe und den Hof zu lesen)

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    1. Liebe Katja
      Ja, auch bei uns spielt die Verwandtschaft eine tragende Rolle. Sie ist von unschätzbarem Wert.
      Mit dir im Garten sitzen, Wasser mit Minzeblättern trinken und den Vögeln und dem Bachrauschen zuhören… das wär schön! Und für deinen Teenager fänden wir bestimmt auch noch einen Liegestuhl und einige Comics (oder so).
      Die persönlicheren Posts mit den ganzen Viechereien werden wohl auch wieder Einzug halten hier. Ich kann doch gar nicht ohne! 😉
      Liebe Grüsse, Martina

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  2. Was für eine schöne Idee, so ein Clan. Ich glaube, ich habe schon nach kurzer Zeit versucht, meine Kinder „artgerecht“ aufwachsen zu lassen, weil es das gemeinsame Leben sooo einfach macht.
    Als meine Kinder noch klein waren, hatten sie immerhin eine sehr altersdurchmischte Kindertruppe in der Nachbarschaft, wir Eltern verstanden uns aber nur teils.
    Jetzt sind wir gezügelt und meine (inzwischen) beiden Schulkinder bilden mit den Nachbarskindern (6 Kinder, 1. – 5. Klasse) wieder ihre eigene Kindertruppe, sind, wenn schulfrei, in den verschiedenen Gärten unterwegs, bekommen von verschiedenen Müttern ihr z’Vieri, haben gemeinsam verschiedene Kinderprojekte (in unserem Garten bauen sie ein Baumhaus, bei anderen haben sie ihre Fussballtrainings, eine Mutter hat mit ihnen Kuchen zum Verkaufen gebacken, von dem Geld kaufen sie sich Fussballtrikots etc.) und ab und zu gehen sie „Geheimwege“ auf die Wiesen und Felder rundrum. Und weil das allen so viel Spass macht, kommen immer wieder Schulkollegen dazu. Die wollen abends meistens nicht heimgehen, weil sie die gemeinsame freie Zeit so geniessen. Ich finde es wunderbar!!
    Bin gespannt, wie es bei Eurem Clan weitergeht!!
    Liebe Grüsse,
    Sabine (aus dem Kanton SG)

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  3. Danke für’s Teilen. Das wäre auch mein Traum und ich habe schon mehrere Versuche gestartet, leider ist nie was regelmäßiges draus geworden und jetzt wohnen wir weiter außerhalb sodass es für einige Interessierte leider zu weit ist. Vor Ort habe ich noch nicht die richtigen Kontakte gefunden.

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