12 von 12 (September 2016)

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Heute Nacht hat ein Tier im Wald ganz schrecklich geschrien. Nachhaltig irritiert gilt mein erster bewusster Blick nach dem Aufstehen dem Ort des Grauens. Natürlich ohne irgend einen Erkenntnisgewinn. (Mein Vater meint dann später, das seien bloss harmlose Revierkämpfe von Füchsen. Er muss es wissen.)

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Beim Frühstück gerät die Brut erstmals aneinander. Stein (-bock) des Anstosses ist ein Plüschtier, um welches akut ein doppelter Besitzanspruch entbrennt. Von „…dann bist du nicht mehr meine Schwester!“ bis „Also, ich schlage vor,…“ gibts alles zu hören. Schliesslich einigen sich die beiden darauf, dass der Bock einfach beiden in die Müesli-Schüssel gucken darf. Berühren verboten.

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Anschliessend legt der Frischling „Kleiner Herr Jakob-Bildergeschichten“. Er tüftelt, anschliessend muss ich die Geschichten erzählen.

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Der Hundespaziergang führt uns zum Rebhüsli des Nachbarn. Einmal mehr bin ich überglücklich, dass wir von der Möglichkeit, den Schuleintritt um ein Jahr nach hinten zu schieben, Gebrauch gemacht haben. (In der Schweiz beginnt im Sommer, welcher auf den 4. Geburtstag folgt, die Schulpflicht. Die ersten beiden Jahre heissen hier Kindergarten, sind jedoch obligatorisch und wie die Schule an einen strengen Stundenplan gebunden. Kindergarten in der Schweiz darf nicht mit Kindergarten in Deutschland verwechselt werden!)

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Der Frischling zaubert den Znüni aus seinem Rucksack.

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Bald ist der Mais reif und wird geerntet. Wir lassen die Gelegenheit nicht verstreichen und wählen einen verwunschenen Heimweg. Ich habe Assoziationen an flüchtige Südstaaten-Häftlinge und Vietnam-Kriegsszenen. Die Kinder finden es nur lustig und ein bisschen abenteuerlich. Ihre einzige Sorge ist, ob wir einem Fuchs oder Wolf begegnen könnten.

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Danke liebe Hennen! Genau, heut‘ ist der 12.! (Wir beschriften die Eier immer, damit wir sie später einigermassen chronologisch korrekt aufessen.)

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Während ich auf dem Dachboden Wäsche aufhänge, kocht mir der Frischling eine Torte. Die Zaunkönigin vertieft sich derweil in ihr Buch.

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Irgendwo in der Scheune, welche als Geräteschuppen, Garderobe und Gerümpelkammer dient, versteckt sich eine grosse Kröte. Gestern habe ich sie gesehen, konnte sie aber nicht einfangen. Ich finde das Wissen um ihre Anwesenheit wenig prickelnd. Irgendwann wird sie mich wohl furchtbar erschrecken, wenn sie beispielsweise im Schuhgestell sitzt. Aber was soll man tun…

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Am Nachmittag steht Arbeit an. Ich verlasse Gefährte und Kinder und spaziere mit dem Hund zum Haus meiner Eltern. Dort befindet sich in einem Dachzimmer unser „Büro“, welches der Gefährte und ich zum konzentrierten Arbeiten nutzen dürfen. Ich bereite den ganzen Nachmittag vor (Kunstgeschichte: Venusdarstellungen, Unterrichtsplanung, Photoshopaufträge, Mails) und bekämpfe Prokrastinations-Gelüste. Ein einziges Bild für einen ganzen Nachmittag. Ein bisschen frustrierend. Aber auch gemütlich.

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Nach dem Nachtessen fahre ich in die Schule. Elternabend. Nicht nur für Eltern (man liest ja so einiges in den einschlägigen Blogs) ein wenig geliebter Termin. Aber was sein muss, muss sein. Und ist schliesslich doch ganz ok. Nach 22 Uhr bin ich wieder zuhause.

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Zu guter Letzt beschliesse den Tag mit einer Extraportion Kalorien. Muss manchmal einfach sein.

 

Mehr 12 von 12 gibts wie immer hier.

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