12 von 12 (November 2016)

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Alles ist gepackt. Ich bin ein bisschen aufgeregt und freue mich auf eine ziemlich lange Reise mit mir allein und das darauf folgende spannende Nachmittagsprogramm: Ich fahre heute zur Swiss Blog Family, dem Treffen der Schweizer Elternbloggerszene.

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Alles ist gepackt. Und meine Nerven liegen blank. Vor zweieinhalb Stunden bin ich aufgestanden. Ich habe in dieser Zeit meine Morgentoilette erledigt, Hundekotze aufgewischt, herumliegende Kleidung sortiert und versucht, die Zaunkönigin aus dem Schlafanzug und in ihre Kleidung zu kriegen. Wofür ich die zweieinhalb Stunden gebraucht habe? Wer das fragt, hat noch nie mit einem zweieinhalbjährigen Kind zu tun gehabt…

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Ich stehe auf unserem provinziellen Bahnhof und atme den Duft der Freiheit. Ein Tag ohne Arbeit! Ein Tag ohne Kinder! Ein ganzer Tag!

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Es ist kalt. Düster. Ziemlich trostlos. Und weil für anständiges Haareföhnen keine Zeit mehr blieb, friere ich an den Kopf.

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Wie schön, mal wieder im anonymen Gewusel der pulsierenden Stadtatmosphäre zu stehen. Die grünen Trams verraten es: Ich bin in Basel.

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Basel. Wo fährt mein Tram? Wo kriege ich ein gültiges Billet? Was soll ich essen? Ich habe ein bisschen Heimweh.

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Unversehens befinde ich mich im Messerummel. Die Architektur der Stadt schenkt ungewohnte, faszinierende An- und Ausblicke.

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Unversehens befinde ich mich im Messerummel. Schlechtes Essen, Gedränge, laute Musik und viel zu viele Menschen: mein misanthropisches Ich bombardiert mich mit Fluchtimpulsen.

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Um dem Rummel zu entgehen, entschliesse ich mich zu einem kleinen Mittagessen in einem Restaurant. Still, warm, gutes Zeitungsangebot. Und eine feine Suppe.

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In einem sehr steril wirkenden Restaurant esse ich eine Kleinigkeit. Und fühle mich anhaltend deplaziert.

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Das Nachmittagsprogramm ist wie erwartet sehr vielseitig und inspirierend. Der Anlass ist perfekt organisiert, spannende Kurzvorträge ergänzen sich hervorragend mit der Möglichkeit, zahlreiche Bloggerinnen in entspannten Gesprächen, flankiert von kulinarischen Verführungen, kennenzulernen.

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Das Nachmittagsprogramm ist wie erwartet sehr vielseitig und inspirierend. Die beiden Themen, welche vertieft angesprochen werden (Bildrechte und Sichtbarkeit/Koorperationen) interessieren mich zwar sehr, dennoch erkenne ich deutlich, wie quer mein eigener Blog zu gängigen Auffassungen steht. Etwas ratlos und verunsichert trete ich meine Heimreise an. Ich freue mich sehr auf die Zugfahrt und meine Familie.

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.
Mindestens.

Noch mehr 12 von 12 gibts bei Draussen nur Kännchen.

4 Kommentare zu „12 von 12 (November 2016)“

  1. Danke für die schönen Bilder und den Einblick in Deinen Tag in Basel ❤
    "Ein Tag ohne Arbeit! Ein Tag ohne Kinder! Ein ganzer Tag!" klingt eigentlich ganz happy 🙂 Schade, waren die Gefühle am Ende, nach der Swiss Blog Family, gemischt.
    LG Séverine

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    1. Liebe Séverine
      Tatsächlich war das Treffen für mich sehr inspirierend. Und ich spürte, dass ich „gut auf Kurs“ bin. Auf meinem Kurs. Der muss sich nicht mit dem aktuellen Trend decken. Ich würde sofort wieder an der Swiss Blog Family teilnehmen!
      Herzliche Grüsse, Martina

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