zu fünft

Das kleinste Krähenkind ist gut gelandet in unserer Familie. Trotz drittem Kind fühle ich mich aber nicht als „alter Hase“, was mein Muttersein anbelangt. Natürlich, ich bin gelassener geworden, vieles läuft routinierter ab. Dennoch ist der kleine Junge, man merkt es schon jetzt, noch einmal ein ganz unvergleichlich anderes Kind als seine Geschwister. Mit eigenen Vorlieben, eigenen Rhythmen, einer eigenen Temperaments- und Gefühlslage. Und all das gilt es kennenzulernen. Neugierig und vorurteilsfrei ohne ständigen „Vergleichsblick“ zu den älteren Geschwistern.

Bereits ist das Kind drei Wochen alt, und die frühe Wochenbettzeit ist damit definitiv abgeschlossen. Die grösste Herausforderung sind aber weder das kleinste Kind noch meine eigene Regeneration, sondern die grossen Geschwisterkinder. Gewiss spielt das Neusortieren des Familiengefüges eine Rolle, das ist ganz normal und braucht Zeit. Aber auch die einfache Tatsache, dass hier jetzt drei unterschiedlich alte Kinder leben (5 Jahre/knapp 3 Jahre/3 Wochen), welche keine Einrichtungen besuchen und sich weitgehendst alle ständig hier aufhalten, erweist sich als happige Aufgabe. Alle drei haben unterschiedliche Bedürfnisse. Da will gekuschelt und gekämpft, gebastelt, geschnippelt und erzählt werden. Es gilt Hunger zu stillen und in den Schlaf zu singen. Da wird gestritten und geweint, gebaut und zerstört. Wir halten uns im Haus auf und werkeln draussen herum, kriegen Besuch und werden eingeladen. Kurz: Es ist immer was los.

Ich bin reich beschenkt und fühle mich sehr gesegnet, habe eine unsägliche Freude an meinen wilden, lauten, grandiosen Kindern. Aber ich erkenne, dass ich in den kleinen Zeitfenstern, welche mir das kleinste Kind zwischen Still-, Trage- und Pflegepausen lässt, für die beiden Grossen zu Verfügung stehen möchte. Oder mir selbst und dem Gefährten Aufmerksamkeit schenken will. Oder auch dem Haushalt. Tatsächlich.

Das Blogschreiben wird deshalb ganz bewusst gestrichen für die nächste Zeit. Denn nichts stresst mehr als die leise Stimme im Hinterkopf, welche ständig von liegengebliebenen Aufgaben flüstert, während man eh schon nicht mehr weiss wohin mit sich.

Aber natürlich gilt nach wie vor: Instagram geht immer.

Habt es fein. Bis bald. Ich komme wieder, keine Frage!

1 Kommentar zu „zu fünft“

  1. Oh, da ist das kleine Kerlchen also – sehr verspätet herzlichen Glückwunsch! Es klingt so schön, wie Du es schreibst, so ganz zu Hause in Deinem, eurem Leben, als würde alles ganz organisch ineinandergreifen.

    Ich freue mich, wenn Du wieder bloggst – und solange Du Pause machst oder eben sehr spärlich mal kurz zwischendurchbloggst, freue ich mich, dass Du die Prioritäten setzt, die gerade für Dich richtig und wichtig sind.

    Alles Liebe!
    Maike

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s