Artgerecht-Projekt

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Das Artgerecht-Projekt

„Warum „artgerecht“?

Alle reden von artgerecht gehaltenen Hühnern. Keiner spricht von artgerecht aufwachsenden Menschenkindern. Es ist an der Zeit, das zu ändern!

Unsere Projekte:

– wir erläutern in Kursen, Internet und Vorträgen die Idee, was artgerecht für Menschenbabys ist
– wir sammeln Wissen und Erfahrungen darüber, wie sich artgerechtes Leben verwirklichen lässt
– wir vernetzen Eltern und Projekte, die sich für artgerechtes Leben interessieren
– wir bilden Multiplikatoren aus und weiter, um einen artgerechten Start ins Leben zu ermöglichen.

Unser Ziel ist es, eine Generation aufwachsen zu sehen, die eine gesunde Bindung an andere Menschen und unseren Planeten hat.“

Quelle: artgerecht-projekt.de

Wir wissen heute, was Hühner, Kühe und Hunde brauchen, um artgerecht leben zu können. Gibt es eigentlich auch objektive Kriterien, welche an das Aufwachsen von Menschenkindern gestellt werden müssten? Allen Ratschlägen und Ammenmärchen zum Trotz liefert die Wissenschaft erstaunlich klare Antworten. Das Artgerecht-Projekt hat dieses Wissen gesammelt, vernetzt alle Interessierten und erläutert diese Informationen in zahlreichen Publikationen und Veranstaltungen.

Zu folgenden Themen informiert das Artgerecht-Projekt:

-artgerechte Schwangerschaft und Geburt
-artgerechte Ernährung des Babys und Ausscheidungskommunikation
-artgerechte Fortbewegung: Tragen
-artgerechtes Schlafen
-artgerechte Lebensformen für Familien mit Kindern

In Kürze lässt sich sagen, dass die zahlreichen Signale artgerecht lebender Babys  feinfühlig wahrgenommen werden und schnell auf diese reagiert wird. So dürfen sie beispielsweise wann immer möglich körperliche Nähe bei ihren Bezugspersonen geniessen. Aber auch die Eltern dieser Babys dürfen nicht vergessen werden. Glückliche, entspannte Eltern sind die wichtigste Voraussetzung für glückliche Kinder. Das Artgerecht-Projekt arbeitet deshalb undogmatisch, es stehen weniger „Techniken“ und „Philosophien“ im Vordergrund, als vielmehr eine Stärkung der elterlichen Intuition und Kompetenz.

Ist das etwas für mich?

Wenn Du dich in einem oder mehreren der folgenden Punkte wiedererkennst, könnte das Artgerecht-Angebot richtig für Dich sein:

Du bist schwanger* und möchtest dich auf die Geburt und das Wochenbett vorbereiten. Dich interessieren andere Dinge als PDA-Aufklärung, Atemtechnik und Einrichten des Kinderzimmers. Du möchtest wissen, wie du sicherstellen kannst, dass eine natürliche Geburt nicht unnötig sabotiert und erschwert wird. Du möchtest deinem Kind die nötige Geborgenheit schenken, und zwar von der ersten Minute an. Du möchtest bereits während deiner Schwangerschaft, unter der Geburt und während der Zeit des Wochenbetts liebevoll begleitet werden.

Du spürst, dass der Kummer Deines Babys echt, und es weder ein Tyrann noch ein verwöhnter Zwerg ist. Du möchtest auf Deine innere Stimme hören und dem Baby geben, was es braucht. Deine Umgebung sieht das anders und kritisiert Deinen Umgang mit dem Baby. Du bist verunsichert. Du benötigst Fakten und Zuspruch.

Du möchtest Dein Baby bedürfnisorientiert begleiten. Worauf kannst Du achten? Was tut Dir und Deinem Baby gut?

Der Umgang mit Babys ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Bevor du Mutter* wurdest, hattest du wenig oder sogar keinen Kontakt zu Babys. Manchmal hast du das Gefühl, dieses kleine Wesen einfach nicht richtig zu verstehen. Was will es dir sagen? Weshalb ist es so unglücklich? Du möchtest dein Baby besser verstehen lernen (Nein, es sind nicht immer Bauchweh oder drückende Zähne, welche Dein Kind plagen!).

Dem Stillen* siehst Du entspannt entgegen. „Wird schon klappen“, denkst Du. Weil es dann nach der Geburt aber doch ziemlich schnell funktionieren muss, willst Du dich vorgängig doch darüber informieren, wie Du den Start Eurer Stillbeziehung positiv beeinflussen kannst. Oder Du bist noch unschlüssig, ob Du überhaupt stillen möchtest, und willst einfach einmal umfassend informiert werden und Deine Fragen stellen können.

Der Schlaf (resp. fehlende Schlaf) ist bei Euch ein Dauerthema. Du möchtest etwas an der Situation ändern.

Dein Baby will ständig herumgetragen werden. Dir fallen bald die Arme ab. Und Du möchtest Deine Hände auch noch für andere Tätigkeiten benutzen können. Was tun?

Du spürst gut, was Dein Baby braucht. Du spürst auch gut, was Du brauchst. Aber Du bist einsam. Mit niemandem in Deinem Umfeld kannst Du dich austauschen. Du möchtest Dich mit Menschen vernetzen, welche als Familie ebenfalls den bedürfnisorientierten Weg gehen.

Du spürst, dass Dir mit Deinem Baby die Chance gegeben ist, über Dich hinauszuwachsen, Deine Werte neu zu definieren und Deine Verantwortung wahrzunehmen. Du bist bereit, das Leben mit neuen Augen zu sehen und möchtest Dich nicht mehr von banalen Standardansichten abspeisen lassen. Du bist nicht bereit, an und mit Deinem Baby zu leiden und Leiden zu verursachen, weil „man das halt so macht“.

Jede Frau* ist anders. Jedes Baby ist anders. Jede Familie ist anders. Ich freue mich, wenn Du mir Deine eigenen Fragen stellen möchtest, auch oder gerade wenn sie nicht auf dieser unvollständigen Liste auftauchen.

 

*Väter sind ebenso verantwortlich für einen artgerechten Umgang mit Babys wie Mütter. Wenn Du dich als Vater vom Artgerecht-Projekt angezogen fühlst und mehr darüber wissen möchtest, zögere nicht.